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Die Ursachen der Großen Depression nach Galbraith

Sonntag, 12. Juli 2009

Der Wirtschaftswissenschaftler, John Kenneth Galbraith identifiziert in seinem Buch „Der Grosse Crash 1929“ fünf mögliche Ursachen für die wirtschaftliche Depression, die dem Börsenkrach im zweiten Halbjahr 1929 folgte. Neben dem Buch von Kindleberger ist es ein Standardwerk der wirtschaftsgeschichtlichen Literatur über Wirtschaftskrisen.

Grund 1: Ungleiche Einkommensverteilung

Aufgrund der stark ungleichen Einkommensverteilung, 5% der Bevölkerung erzielte über 30% der privaten Gesamteinkommen in den USA 1929, würde nach Galbraith die Wirtschaft von den hohen Investitionen und hohen Verbrauch von Luxusgütern abhängig. Durch den Börsenkrach brachen die beiden Bereiche ein und dies wirkte sich negativ auf die Wirtschaft aus.

Grund 2: Prekäre Struktur der Kapitalgesellschaften

In den 20er Jahren entstanden die unüberschaubaren Strukturen der neuen Holdings und Investment-Trusts. Die Holdings hielten große Anteile an Produktionsunternehmen. Um Dividendenzahlungen für diese Anteile zu erbringen, war die Versuchung für die Unternehmen groß, Investitionen zurückzufahren. Ohne Investitionen ist kein Wirtschaftswachstum möglich. Die Investment-Trusts arbeiteten mit finanziellen Hebelwirkungen, in Zeiten steigender Aktienkurse konnten hiermit überproportionale Gewinne erzielt werden, jedoch auch überproportionale Verluste in schlechten Zeiten.

Grund 3: Labilität des Bankensystems

Hier nennt Galbraith, neben der manch unmoralische Einstellung von Bankern, die epidemieartige Ausbreitung von Bankeninsolvenzen aufgrund von so genannten „Bankruns“, d.h. Bankkunden ziehen ihre Einlagen ab, was zwangsläufig zu einer Auszahlungsunfähigkeit einer Bank führen muss.

Grund 4: Ungleichgewichte in der Außenhandelsbilanz

Die Ungleichgewichte im Welthandel gegenüber der damals größten Gläubigernation USA konnten am Anfang mittels Goldüberweisungen der Schuldnernationen ausgeglichen werden. Als dies nicht mehr möglich war, hatte ein Schuldnerland drei Möglichkeiten. Diese waren Exporte in die USA erweitern, Importe aus den USA drosseln oder die Zahlungen zu unterlassen. Die amerikanische Administration Hoover hatte durch eine massive Erhöhung der Zölle die erste Möglichkeit unterbunden. So gingen die amerikanischen Exporte stark zurück.

Grund 5: Miese Ökonomen

Die wirtschaftlichen Berater der Administration Hoover schienen genau das Falsche zu raten, um die Depression zu bekämpfen. Galbraith erwähnt insbesondere die Forderung an die Unternehmen das Lohnniveau und die Investitionsquote stabil zu halten, die Steuersenkungen und den Wunsch, einen ausgeglichenen Staatshaushalt zu erreichen. Die Steuersenkungen kamen nur den gut Verdienenden zu gute, hatten jedoch keinen positiven Effekt auf die Wirtschaft. Das Versprechen der Unternehmen hielt nur solange an, wie es sich für diese rechnete. Ein ausgeglichener Staatshaushalt kann nur über höhere Steuern und/oder niedrige Staatsausgaben erreicht werden. Die Steuererhöhung war politisch undurchsetzbar, also entschloss man sich die Ausgaben drastisch zu kürzen. Hinzu kam noch die Inflationsangst, somit war die Zinssenkungspolitik der Notenbank ausgeschlossen. All diese Maßnahmen hatten verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft der USA. Man vermied aufgrund von Wirtschaftsexperten alles, um die Deflation und die Depression wirksam bekämpfen zu können.

Übrigens ist es interessant, dass Galbraith der niedrigen Zinspolitik vor dem Crash keine Bedeutung an der Entstehung der Krise gibt. Seine Argumentation ist, dass es Phasen von günstigen Krediten bereits früher gegeben hat, ohne einen Börsenkrach, Deflation oder Depression nach sich zu ziehen.

Quelle: John Kenneth Galbraith “Der große Crash 1929: Ursachen, Verlauf, Folgen.”

Die ökonomische Erholung von der Großen Depression, Gründe und Ursachen Teil I

Sonntag, 05. April 2009

Die Große Depression Ende der 20er Jahre hatte einen verheerenden Effekt auf das Wirtschaftswachstum der USA. Die Arbeitslosigkeit erreichte in den 30ern die Höhe von 25%, somit war jeder vierte Amerikaner zu der Zeit im arbeitsfähigen Alter ohne Arbeit. Das BIP der USA fiel zwischen 1929 und 1933 um mehr als 25%. Die aktuelle Wirtschaftskrise hat diese Ausmaßen bis jetzt noch nicht angenommen, die Auslöser der beiden Krisen jedoch, damals und heute, sind erstaunlicherweise auf die gleichen Ursachen zurück zu führen. Diese bestehen in dem rapiden Fall von Vermögenswerten und dem Zusammenbruch oder beinah Crash von Finanzinstituten. Auch wenn die Ursachen der Wirtschaftskrise Ende der 30er Jahren relativ klar erkannt wurden, sind die Gründe für die Erholung aus der Krise bis heute umstritten.

Christina Romer, eine wirtschaftliche Beraterin der neuen US-Administration, hat mehrere Lektionen, die man aus der Erholung der amerikanischen Wirtschaft in den 30er Jahren lernen kann, zusammengestellt. Die erste Lektion besteht in der Einsicht, dass ein positiver kausaler Zusammenhang zwischen einer expansiven Fiskalpolitik und der wirtschaftlichen Erholung besteht. Unter Fiskalpolitik versteht man nicht allein die Steuerpolitik, sondern ebenso werden direkte Staatsinvestitionen hinzu gezählt. Eine geringe bzw. relativ schnell zurückgenommene Erniedrigung der Steuern hatte damals also nur einen geringen Effekt auf die Ökonomie, die Investitionspolitik der Roosevelt Administration werden von ihr merkwürdigerweise kaum erwähnt. Das Staatsdefizit der USA wuchs 1934 um „nur“ 1,5 % des US-BIPs. Dafür betont sie umso mehr die Bedeutung der Geldpolitik, sogar beim Niveau der Leitzinsen bei Null, für eine Erholung der Wirtschaft. Zwischendurch im Jahr 1933 hat Roosevelt temporär die Goldbindung des US-Dollars aufgehoben, und ließ die Währung abwerten um sie dann zu einem höheren Preis wieder an das Gold zu binden. Durch die hohen Goldzuflüsse aus Europa konnte das Finanzamt die Geldnoten von der FED mit diesem Gold abdecken und somit die Geldmenge erweitern. Entweder war es ein toller Trick oder blanker Unsinn. Diese Goldzuflüsse sind dem Finanzamt nicht geschenkt worden, außerdem gab es zu der Zeit, jedenfalls seit 1933, einen Verbot von Gold im Privatbesitz. Man würde kein Gold in den USA lagern, wenn es dort im Privatbesitz verboten ist. Der Trick würde darin bestehen, dass die Regierung das Gold enteignet hat um damit, als Sicherheit, die benötigte Geldmenge von der FED zu bekommen.

Die Geldmenge soll jedenfalls zwischen 1933 und 1936 um 17% jährlich gestiegen sein. Der Hauptpunkt nach Romer liegt darin, dass die Erwartungshaltung einer Deflation dadurch negativ beeinflusst worden ist. Falls Menschen ein Sinken der Preise in der Zukunft erwarten, fangen sie an Geld zu horten und hören mit dem Konsum auf. Die Stabilität der Preise und eine entstehende Inflationserwartung soll zu erhöhten Verkaufsmengen von Autos 1933 geführt haben, auch Konsumausgaben für Güter und Realinvestitionen seien zu der Zeit gestiegen. Unverkennbar wuchs die amerikanische Wirtschaft zwischen 1934 und 1936 um durchschnittlich 11% jährlich. Die Industrieproduktion überschritt ihren Höhepunkt vom Juli 1929 im Dezember 1936. Im Jahr 1936 gab es eine Wende im Bereich der Fiskal- und Geldpolitik, die Staatsausgaben sanken und die Bestimmungen für die Mindestreserven von Banken sind verschärft worden. Dies hatte sofort eine negative Wirkung auf das Wachstum und die Arbeitslosigkeit in den darauf folgenden Jahren. Daraus kann man folgern, dass man das „fiskale“ und „monetäre“ Antibiotikum über eine längere Zeit wirken lassen muss, um keinen Rückschlag zu erhalten. Nach Romer geht die Erholung im Finanzsektor mit der Erholung im Wirtschaftssektor Hand in Hand. Sie verdeutlicht jedoch, dass die Erholung des Finanzsektors nach dem wirtschaftlichen Aufschwung geschah. Die hier geschilderte Perspektive ist deutlich von ihrer beratenden Tätigkeit in der neuen Administration geprägt. Interessant werden diese Einsichten jedoch erst, wenn man sie mit der Sichtweise von einem anderen Ökonomen, James K. Galbraith, bezüglich der Lektionen aus der Bekämpfung der Wirtschaftskrise 1929 vergleicht.

Wirtschafts- und Finanzkrisen seit 1618

Donnerstag, 15. Januar 2009

Wirtschafts- und Finanzkrisen sind ein oft auftretendes Phänomen. In den letzten 390 Jahren kann man 47 Krisen identifizieren. Alle 8 bzw. 9 Jahre findet also durchschnittlich eine Finanz- und Wirtschaftskrise statt, trotzdem ist ein Ende der Welt bisher nicht eingetreten. Es ist also langfristig nebensächlich, wie schlimm eine Krise im Augenblick ist, denn früher oder später wird sie überwunden werden. Und wahrscheinlich den Grundstein für die nächste Krise legen. Es ist also keine Kunst, eine große Krise vorherzusagen. Viele dieser Krisen sind lokaler Art, betreffen also nur ein Land. Dies heißt aber keinesfalls, dass eine lokale Krise keine Auswirkungen auf die Nachbarländer hat. Die erste große Finanzkrise in dieser Aufstellung, die einen Großteil von Europa betraf, enstand bereits im Jahr 1618. Ein Anstieg von globalen Krisen, also über mehrere Kontinente, im 20. Jahrhundert ist jedoch durchaus auffällig. Diese lange Aufzählung zeigt noch einen anderen Punkt, der bemerkenswert ist. Die Regierungen, Notenbanken, Unternehmen und die Bevölkerungen sind nicht in der Lage von den vorherigen Krisen zu lernen.

Krisen 1618-2008:

Jahr: 1618-1623
Land: Heiliges Römisches Reich
Spekulationsobjekt: Ersatzmünzen
Erweiterung der Geldmenge durch: Münzmanipulation
Panik: Februar 1622

Jahr: 1636-1637
Land: Holland
Spekulationsobjekt: Aktien holl. East India Company, Immobilien, Tulpen
Erweiterung der Geldmenge durch: keine
Panik: Februar 1637

Jahr: 1690-1696
Land: England
Spekulationsobjekt: East India Company, neue Untenehmen, Lotterie
Erweiterung der Geldmenge durch: Münzmanipulation
Panik: 1696

Jahr: 1720
Land: England
Spekulationsobjekt: Aktien South Sea Company, Staatsanleihen
Erweiterung der Geldmenge durch: Sword Blade Bank
Panik: September 1720

Jahr: 1720
Land: Frankreich
Spekulationsobjekt: Mississippi Company, Banque Generate, Banque Royale
Erweiterung der Geldmenge durch: John Law Bank
Panik: Mai 1720

Jahr: 1763
Land: Amsterdam, Holland
Spekulationsobjekt: Rohstoffe, insb. Zucker
Erweiterung der Geldmenge durch: Wisselruitij (Art Wechsel)
Panik: September 1763

Jahr: 1772
Land: England
Spekulationsobjekt: Immobilien
Erweiterung der Geldmenge durch: Ayr Bank, Landesbanken
Panik:

Jahr: 1772
Land: Amsterdam, Holland
Spekulationsobjekt: East India Company
Erweiterung der Geldmenge durch: Wisselruitij
Panik: Januar 1773

Jahr: 1792
Land: USA
Spekulationsobjekt: Staatsanleihen
Erweiterung der Geldmenge durch: Finanzministerium
Panik: März 1792

Jahr: 1793
Land: England
Spekulationsobjekt: Kanalbau
Erweiterung der Geldmenge durch: Kapitalflüsse aus Frankreich
Panik: Februar 1793

Jahr: 1797
Land: England
Spekulationsobjekt: Kanäle, Anleihen
Erweiterung der Geldmenge durch: Landesbanken (country banks)
Panik: Februar bis Juni 1797

Jahr: 1799
Land: Hamburg, Deutschland
Spekulationsobjekt: Rohstoffe
Erweiterung der Geldmenge durch: Wechselreiterei
Panik: August bis November 1799

Jahr: 1810
Land: England
Spekulationsobjekt: Exporte nach Brasilien
Erweiterung der Geldmenge durch: Landesbanken
Panik: 1810, Januar 1811

Jahr: 1815-1816
Land: England
Spekulationsobjekt: Export von Rohstoffen
Erweiterung der Geldmenge durch: Banken
Panik: 1816

Jahr: 1819
Land: USA
Spekulationsobjekt: Manufaktur
Erweiterung der Geldmenge durch: Bank der USA
Panik: November 1818 bis Juni 1819

Jahr: 1825
Land: England
Spekulationsobjekt: Latein-Amerikanische Anleihen, Minen, Baumwolle
Erweiterung der Geldmenge durch: Landesbanken
Panik: Dezember 1825

Jahr: 1828
Land: Frankreich
Spekulationsobjekt: Kanäle, Baumwolle, Grundstücke
Erweiterung der Geldmenge durch: Pariser Banken
Panik: Dezember 1827

Jahr: 1836
Land: England
Spekulationsobjekt: Baumwolle, Eisenbahnen
Erweiterung der Geldmenge durch: Banken
Panik: Dezember 1836

Jahr: 1837
Land: USA
Spekulationsobjekt: Baumwolle, Land
Erweiterung der Geldmenge durch: Banken
Panik: September

1837
Jahr: 1838
Land: Frankreich
Spekulationsobjekt: Baumwolle, Grundstücke
Erweiterung der Geldmenge durch: regionale Banken
Panik: Juni 1837

Jahr: 1847
Land: England
Spekulationsobjekt: Eisenbahnen, Weizen
Erweiterung der Geldmenge durch: Eisenbahnanleihen
Panik: Oktober 1847

Jahr: 1848
Land: Kontinentaleuropa
Spekulationsobjekt: Eisenbahnen, Weizen, Bau
Erweiterung der Geldmenge durch: regionale Banken
Panik: März 1848

Jahr: 1848
Land: USA
Spekulationsobjekt: Eisenbahnen, öffentliches Land
Erweiterung der Geldmenge durch: Goldentdeckungen, Clearinghouses
Panik: August 1857

Jahr: 1857
Land: England
Spekulationsobjekt: Eisenbahnen, Weizen
Erweiterung der Geldmenge durch: Bankfusionen, Clearinghouse
Panik: Oktober 1857

Jahr: 1857
Land: Kontinentaleuropa
Spekulationsobjekt: Eisenbahnen, Schwerindustrie
Erweiterung der Geldmenge durch: Credit Mobilier, neue deutsche Banken
Panik: November 1857

Jahr: 1864
Land: Frankreich
Spekulationsobjekt: Baumwolle
Erweiterung der Geldmenge durch: Credit Mobilier
Panik: Januar 1864

Jahr: 1866
Land: England, Italien
Spekulationsobjekt: Reedereien
Erweiterung der Geldmenge durch: Joint-Stock discount houses
Panik: Mai 1866

Jahr: 1873
Land: Deutschland, Österreich
Spekulationsobjekt: Baugrund, Eisenbahnen, Rohstoffe, Anleihen
Erweiterung der Geldmenge durch: neue Industriebanken, Handelsbanken, Baubanken
Panik: Mai 1873

Jahr: 1873
Land: USA
Spekulationsobjekt: Eisenbahnen, Eigenheime, Gebäude in Chicago
Erweiterung der Geldmenge durch: Kapitalflüsse aus Europa
Panik: September 1873

Jahr: 1882
Land: Frankreich
Spekulationsobjekt: Aktien neuer Banken, Lyons
Erweiterung der Geldmenge durch: Kauf von Aktien auf Pump
Panik: Januar 1882

Jahr: 1890
Land: England
Spekulationsobjekt: Anleihen von Argentinien, IPOs
Erweiterung der Geldmenge durch: Konvertierung von Goschen
Panik: November 1890

Jahr: 1893
Land: USA
Spekulationsobjekt: Silber, Gold
Erweiterung der Geldmenge durch: Contraction
Panik: Mai 1893

Jahr: 1893
Land: Australien
Spekulationsobjekt: Land, Goldminen
Erweiterung der Geldmenge durch: Kapitalflüsse aus dem Ausland
Panik: Frühling 1893

Jahr: 1907
Land: USA
Spekulationsobjekt: Kaffee, Union Pacific
Erweiterung der Geldmenge durch: Trust companies
Panik: Oktober 1907

Jahr: 1920-1921
Land: England, USA
Spekulationsobjekt: Aktien, Shiffe, Rohstoffe
Erweiterung der Geldmenge durch: Banken
Panik: Frühling 1921

Jahr: 1929
Land: USA
Spekulationsobjekt: bis 1925 Land, Aktien 1928 bis 1929
Erweiterung der Geldmenge durch: Kauf von Aktien auf Pump
Panik: Oktober 1929

Jahr: 1931-1933
Land: Europa
Spekulationsobjekt: -
Erweiterung der Geldmenge durch: Kredite aus USA
Panik: 1931 in Europa und 1933 in USA

Jahr: 1950er und 1960er
Land: weltweit
Spekulationsobjekt: Währungen
Erweiterung der Geldmenge durch: -
Panik: 1958 Frankreich, 1962 Kanada, 1963 Italien usw.

Jahr: 1974-1975
Land: USA, weltweit
Spekulationsobjekt: Aktien, REITs, Bürogebäude, Tanker, Flugzeuge
Erweiterung der Geldmenge durch: Eurodollarmarkt
Panik: 1974 bis 1975

Jahr: 1979-1982
Land: USA, Welt
Spekulationsobjekt: Kredite an Drittländer, Erdöl, Land, Dollar
Erweiterung der Geldmenge durch: -
Panik: 1979 Dollar, 1980 Erdöl, Drittweltschulden 1982

Jahr: 1982-1987
Land: USA
Spekulationsobjekt: Aktien, Luxushäuser, Bürogebäude, Dollar
Erweiterung der Geldmenge durch: Kapitalflüsse aus dem Ausland
Panik: Oktober 1987

Jahr: 1990
Land: Japan
Spekulationsobjekt: Aktien, Immobilien
Erweiterung der Geldmenge durch: Zinssenkung der jap. Notenbank
Panik: Januar 1990

Jahr: 1994-1995
Land: Mexiko
Spekulationsobjekt: mexikanische Wirtschaft
Erweiterung der Geldmenge durch: Kapitalflüsse aus dem Ausland, privatisierte und neue Banken
Panik: 1994 bis 1995

Jahr: 1997-1998
Land: Thailand, Indonesien, Malaysia, Korea, Russland, Brasilien
Spekulationsobjekt: die Wirtschaft in diesen Ländern
Erweiterung der Geldmenge durch: Kapitalflüsse aus dem Ausland, Banken
Panik: 1997 bis 1998

Jahr: 1996-2003
Land: weltweit
Spekulationsobjekt: Aktien von Technologieunternehmen
Erweiterung der Geldmenge durch: -
Panik: März 2000

Jahr: 1998-2002
Land: Argentinien
Spekulationsobjekt: Wirtschaft in Argentinien
Erweiterung der Geldmenge durch: Kapitalflüsse aus dem Ausland, Banken
Panik: November 2001

Jahr: 2007-?
Land: USA, Welt
Spekulationsobjekt: Immobilien, CDOs, ABSs
Erweiterung der Geldmenge durch: Zinssenkungen der Notenbanken, Banken
Panik: September 2008

Die letzten drei Krisen sind von mir eingefügt.

Quelle: Charles Kindleberger „Manias, Panics, and Crashes“, ein wirklich empfehlenswertes Buch