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Apr/09

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Die ökonomische Erholung von der Großen Depression, Gründe und Ursachen Teil I

Die Große Depression Ende der 20er Jahre hatte einen verheerenden Effekt auf das Wirtschaftswachstum der USA. Die Arbeitslosigkeit erreichte in den 30ern die Höhe von 25%, somit war jeder vierte Amerikaner zu der Zeit im arbeitsfähigen Alter ohne Arbeit. Das BIP der USA fiel zwischen 1929 und 1933 um mehr als 25%. Die aktuelle Wirtschaftskrise hat diese Ausmaßen bis jetzt noch nicht angenommen, die Auslöser der beiden Krisen jedoch, damals und heute, sind erstaunlicherweise auf die gleichen Ursachen zurück zu führen. Diese bestehen in dem rapiden Fall von Vermögenswerten und dem Zusammenbruch oder beinah Crash von Finanzinstituten. Auch wenn die Ursachen der Wirtschaftskrise Ende der 30er Jahren relativ klar erkannt wurden, sind die Gründe für die Erholung aus der Krise bis heute umstritten.

Christina Romer, eine wirtschaftliche Beraterin der neuen US-Administration, hat mehrere Lektionen, die man aus der Erholung der amerikanischen Wirtschaft in den 30er Jahren lernen kann, zusammengestellt. Die erste Lektion besteht in der Einsicht, dass ein positiver kausaler Zusammenhang zwischen einer expansiven Fiskalpolitik und der wirtschaftlichen Erholung besteht. Unter Fiskalpolitik versteht man nicht allein die Steuerpolitik, sondern ebenso werden direkte Staatsinvestitionen hinzu gezählt. Eine geringe bzw. relativ schnell zurückgenommene Erniedrigung der Steuern hatte damals also nur einen geringen Effekt auf die Ökonomie, die Investitionspolitik der Roosevelt Administration werden von ihr merkwürdigerweise kaum erwähnt. Das Staatsdefizit der USA wuchs 1934 um „nur“ 1,5 % des US-BIPs. Dafür betont sie umso mehr die Bedeutung der Geldpolitik, sogar beim Niveau der Leitzinsen bei Null, für eine Erholung der Wirtschaft. Zwischendurch im Jahr 1933 hat Roosevelt temporär die Goldbindung des US-Dollars aufgehoben, und ließ die Währung abwerten um sie dann zu einem höheren Preis wieder an das Gold zu binden. Durch die hohen Goldzuflüsse aus Europa konnte das Finanzamt die Geldnoten von der FED mit diesem Gold abdecken und somit die Geldmenge erweitern. Entweder war es ein toller Trick oder blanker Unsinn. Diese Goldzuflüsse sind dem Finanzamt nicht geschenkt worden, außerdem gab es zu der Zeit, jedenfalls seit 1933, einen Verbot von Gold im Privatbesitz. Man würde kein Gold in den USA lagern, wenn es dort im Privatbesitz verboten ist. Der Trick würde darin bestehen, dass die Regierung das Gold enteignet hat um damit, als Sicherheit, die benötigte Geldmenge von der FED zu bekommen.

Die Geldmenge soll jedenfalls zwischen 1933 und 1936 um 17% jährlich gestiegen sein. Der Hauptpunkt nach Romer liegt darin, dass die Erwartungshaltung einer Deflation dadurch negativ beeinflusst worden ist. Falls Menschen ein Sinken der Preise in der Zukunft erwarten, fangen sie an Geld zu horten und hören mit dem Konsum auf. Die Stabilität der Preise und eine entstehende Inflationserwartung soll zu erhöhten Verkaufsmengen von Autos 1933 geführt haben, auch Konsumausgaben für Güter und Realinvestitionen seien zu der Zeit gestiegen. Unverkennbar wuchs die amerikanische Wirtschaft zwischen 1934 und 1936 um durchschnittlich 11% jährlich. Die Industrieproduktion überschritt ihren Höhepunkt vom Juli 1929 im Dezember 1936. Im Jahr 1936 gab es eine Wende im Bereich der Fiskal- und Geldpolitik, die Staatsausgaben sanken und die Bestimmungen für die Mindestreserven von Banken sind verschärft worden. Dies hatte sofort eine negative Wirkung auf das Wachstum und die Arbeitslosigkeit in den darauf folgenden Jahren. Daraus kann man folgern, dass man das „fiskale“ und „monetäre“ Antibiotikum über eine längere Zeit wirken lassen muss, um keinen Rückschlag zu erhalten. Nach Romer geht die Erholung im Finanzsektor mit der Erholung im Wirtschaftssektor Hand in Hand. Sie verdeutlicht jedoch, dass die Erholung des Finanzsektors nach dem wirtschaftlichen Aufschwung geschah. Die hier geschilderte Perspektive ist deutlich von ihrer beratenden Tätigkeit in der neuen Administration geprägt. Interessant werden diese Einsichten jedoch erst, wenn man sie mit der Sichtweise von einem anderen Ökonomen, James K. Galbraith, bezüglich der Lektionen aus der Bekämpfung der Wirtschaftskrise 1929 vergleicht.

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Die Große Depression · Wirtschaftskrisen

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