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Die ökonomische Erholung von der Großen Depression, Gründe und Ursachen Teil I
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Die Große Depression Ende der 1920er Jahre hatte einen verheerenden Effekt auf das Wirtschaftswachstum der USA. Die Arbeitslosigkeit erreichte in den 1930er Jahren die Höhe von 25%, somit war jeder vierte Amerikaner im arbeitsfähigen Alter zu der Zeit ohne einen Job. Das BIP der USA fiel zwischen 1929 und 1933 um mehr als 25%. Die aktuelle Wirtschaftskrise hat diese Ausmaßen bis jetzt noch nicht angenommen, die Auslöser der beiden Krisen jedoch, damals und heute, sind erstaunlicherweise auf die gleichen Ursachen zurück zu führen. Die Gründe bestehen in dem rapiden Fall von Vermögenswerten und dem Zusammenbruch oder beinah Crash von Finanzinstituten. Auch wenn die Ursachen der Wirtschaftskrise Ende der 1930er Jahre relativ klar erkannt wurden, sind die Gründe für die Erholung aus der Krise bis heute umstritten.
Christina Romer, eine wirtschaftspolitische Beraterin der neuen US-Administration, hat mehrere Lektionen, die man aus der Erholung der amerikanischen Wirtschaft in den 1930er Jahren ziehen kann, zusammengestellt. Die erste Lektion besteht in der Einsicht, dass ein positiver kausaler Zusammenhang zwischen einer expansiven Fiskalpolitik und der wirtschaftlichen Erholung zu bestehen scheint. Fiskalpolitik besteht nicht allein aus der Steuerpolitik, sondern ebenso werden direkte Staatsinvestitionen hinzu gezählt. Eine geringe bzw. relativ schnell wieder zurückgenommene damalige Senkung der Steuern konnte jedoch nur einen geringen Effekt auf die Ökonomie haben, die Investitionspolitik der Roosevelt Administration werden dagegen von ihr merkwürdigerweise kaum erwähnt. Das Staatsdefizit der USA wuchs beispielsweise 1934 um „nur“ 1,5 % des US-BIPs. Dafür betont sie umso mehr die Bedeutung der Geldpolitik, sogar beim Niveau der Leitzinsen um den Nullpunkt, für eine Erholung der Wirtschaft. Zwischendurch im Jahr 1933 hat Roosevelt temporär die Goldbindung des US-Dollars aufgehoben, und ließ die Währung abwerten, um sie dann zu einem höheren Preis wieder an das Gold zu binden. Durch die hohen Goldzuflüsse aus Europa waren die frisch gedruckten Geldnoten von der FED mit diesem Gold gedeckt, und somit ließ sich die Geldmenge erweitern. Entweder war es ein toller Trick oder blanker Unsinn. Der Trick würde darin bestehen, dass die Regierung das Gold enteignet hat, um damit, als Sicherheit, die benötigte Geldmenge von der FED zu bekommen. Diese Goldzuflüsse sind dem Finanzamt aber nicht geschenkt worden, außerdem gab es zu der Zeit, jedenfalls seit 1933, einen Verbot von Gold im Privatbesitz. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man Gold in den USA lagern würde, wenn es dort im Privatbesitz verboten gewesen wäre.
Die Geldmenge soll jedenfalls zwischen 1933 und 1936 um 17% jährlich gestiegen sein. Der Hauptpunkt der Argumentation von Romer liegt darin, dass die Erwartungshaltung einer Deflation dadurch negativ beeinflusst worden wäre. Falls Menschen fallende Preise in der Zukunft erwarten, fangen sie an Geld zu horten und hören mit dem Konsum auf. Sie hoffen darauf, Güter zu einem späteren Zeitpunkt billiger bekommen zu können. Eine Stabilität der Preise, zusammen mit einer Inflationserwartung, soll zu einem erhöhten Absatz von Autos 1933 geführt haben, auch Konsumausgaben für andere Güter und Realinvestitionen seien zu der Zeit gestiegen. Unverkennbar wuchs die amerikanische Wirtschaft zwischen 1934 und 1936 um durchschnittlich 11% jährlich. Die Industrieproduktion überschritt ihren Höhepunkt vom Juli 1929 dann wieder im Dezember 1936. Im Jahr 1936 gab es eine Wende im Bereich der Fiskal- und Geldpolitik, die Staatsausgaben sanken und die Bestimmungen für die Mindestreserven von Banken sind verschärft worden. Diese Wirtschaftspolitik hatte unmittelbar eine negative Wirkung auf das Wachstum und auf die sinkende Arbeitslosigkeit in den darauf folgenden Jahren. Daraus kann man folgern, dass man das fiskale und monetäre “Antibiotikum” über eine längere Zeit wirken lassen sollte, um keinen Rückschlag zu erhalten. Nach Romer geht die Erholung im Finanzsektor mit der Erholung im Wirtschaftssektor Hand in Hand. Sie verdeutlicht jedoch, dass die Erholung des Finanzsektors erst nach dem wirtschaftlichen Aufschwung geschah. Die hier geschilderte Perspektive ist deutlich von ihrer beratenden Tätigkeit in der neuen Administration geprägt. Interessant werden diese Einsichten jedoch erst, wenn man sie mit der Sichtweise von einem anderen Ökonomen, James K. Galbraith, bezüglich der Lektionen aus der Bekämpfung der Wirtschaftskrise 1929 vergleicht.
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