Nach einem Urteil im Fall eines Hedge Fonds Managers, der in vierzehn Anklagepunkten bezüglich Betruges und Verschwörung schuldig gesprochen wurde, beschäftigt sich der lesenswerte Artikel „7 Wege wie Hedge Fonds lügen, betrügen und stehlen“ mit der Vorgehensweise dieser Finanzinstitutionen. Die interessantesten zwei Wege sind, neben Insiderhandel, Buchhaltungstricks etc., die Errichtung von Schneeballsystemen (so genannte Ponzi Schemes) und die manipulierte Wette. Die Rolle der Hedge Fonds in dem ganzen weltweiten Finanzfiasko, das Finanzkrise heißt, ist immer noch nicht ausführlich geklärt worden. Es lässt sich jedoch davon ausgehen, dass diese nicht unbeteiligt am Straßenrand standen, während Milliarden von Dollars hin- und her geschoben wurden. Die Beteiligung eines Hedge Fonds bei der Schaffung der Immobilienblase scheint zumindest erwiesen zu sein.
Der als letztes aufgeführte Weg, nämlich die Manipulation von Wetten, in dem Fall der Verkauf eines selbst zusammen gestellten Finanzproduktes an Kunden und das gleichzeitige Wetten auf die unvermeidbare Wertminderung dieses Produktes scheint den Autor des Artikels besonders zu faszinieren. Zur Durchführung dieser koordinierten Vorgehensweise sind jedoch immer drei Akteure vonnöten, ein Hedge Fonds und eine Investmentbank sowie der (dumme) Kunde der Investmentbank. Kürzlich konnte sich eine Investmentbank außergerichtlich auf eine Entschädigungssumme einigen und eine halbe Milliarde Dollar Entschädigung zahlen, eine Andere ist aktuell auf dem besten Weg dahin. Nur der mysteriöse Hedge Fonds ist unbestraft geblieben. Es scheint so, als ob nicht mal die Großbanken den Hedge Fonds über den Weg trauen. Die Legende von außergewöhnlich hart arbeitenden und extrem intelligenten Hedge Fonds Managern sollte jedoch spätestens jetzt zügig begraben werden.
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